Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja, halleluja!

Osterfreude ist bei mir untrennbar mit diesem Osterruf und Kanon verknüpft. Als ökumenische Gemeinde singen wir unsere Osterfreude mehrstimmig in den Ostermorgen, während die Sonne aufgeht.

„Dies ist nun das Leben. Es kommt nicht irgendwann einmal, wenn diese und diese und diese (vom Leben gestellten) Bedingungen erfüllt sind." (Klepper, 1934, S. 176)

 

Frühlingsbote

Jesus fasziniert und inspiriert mich. Er lässt sich von mir in keine Schublade schieben. Ich kann ihn nicht fassen. Er beweist sich nicht. Er begegnet offen und anerkennend allen Menschen und bricht so gesellschaftliche Zuschreibungen auf. Er befreit uns zu leben und zu lieben. Zu gern und zu oft überhören und überlesen wir die Radikalität seiner Botschaft. Wir klammern uns ängstlich an irgendwelche vermeintlichen Sicherheiten. Unser Vertrauen in Gott ist häufig klein. Auferstehung ist Versöhnung und Leben auch jetzt schon: versöhnt sein mit sich, mit anderen und mit Gott. Wagen wir es aus freien Stücken zu glauben, zu vertrauen und zu leben?! Gott geht es um dich ganz persönlich, um eine ganzheitliche Heilung von dir von innen heraus. Sie hat sich mit dir versöhnt und wartet darauf, dass du es auch tust, ihr Geschenk an dich annimmst. Er liebt dich. Ja, du bist gemeint.

Klepper, J. (1956). Unter dem Schatten deiner Flügel. Aus den Tagebüchern der Jahre 1932-1942 von Jochen Klepper. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt.

Lissabon, den 01.04.2018

Christen sind Kinder ihrer Zeit. Wir leben in der Welt und sind Teil dieser Welt. Was hat es für uns zu bedeuten, wenn andere Mythen unser Leben viel stärker prägen als das Christ sein? Schaffen wir uns ab?

Es ist eine Menschheit, die keinen Gott mehr braucht, da sie Sinn und Werte in jedem Menschen selbst findet und sucht. „Hör auf dein Herz“ ist der Spruch des liberalen Humanismus. Sie brauchen keinen Gott, da sie glauben ihre Probleme selbst lösen zu können. Vielleicht werden in Zukunft die Menschen überflüssig und die Algorithmen werden uns besser kennen als wir uns selbst kennen. Die überflüssige Masse wird nichts mehr wert sein, hat keine wirtschaftlich wertgeschätzte Arbeit mehr, da künstliche Intelligenz, „optimierte“ Menschen und Algorithmen es besser sowie effizienter können.

Was kann uns Gott noch sagen in einer Zeit, in der seine Autorität nicht mehr anerkannt wird? Warum richten wir dennoch den Blick nach oben?

Wir meinen in vielen Bereichen die Begrenztheit der Menschen zu erkennen. Unser Leben prägen unauflösbare Gegensätze, die trotz aller Wissenschaft und Technologie erst Gott auflösen wird. Wir vertrauen und hoffen auf Gott, da er die Liebe ist. Wir ahnen, dort ist etwas, das größer ist als wir. Wir wollen die Welt durch eine christliche Brille hindurch verstehen und deuten. Solange Menschen das noch tun, solange bleibt unser Gott für uns und in uns lebendig. Wir treten ein für unsere Wertvorstellungen, dass jeder Mensch mit seiner unsterblichen Seele gleich, geliebt und wertvoll ist für Gott. Wir stellen in Frage, ob der Mensch bis ins letzte berechenbar ist.

Jena, den 21.03.2018, Studierende aus der ESG Jena

Gedanken zu dem Buch und aus dem Buch:

Harari, Y. N. (2017). Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen (1. Aufl.). München: C.H.Beck.

Dr. Sabine Ries, unsere ehemalige Studierendenpfarrerin im Ruhestand, hat für die "Ansätze" einen Artikel mit dem Titel "Von Bildungsdurst & Aufstiegslust - Studiende aus dem Ausland in der ESG" verfasst. "Ansätze" ist die Zeitschrift der Bundes ESG. Für den Artikel hat Dr. Sabine Ries Studierende aus dem Ausland aus dem Umfeld der ESG Jena interviewt. Nachlesen könnt Ihr die biografischen Zugänge der Studierenden zu Bildung auf den Seiten 44-47 in der Online-Ausgabe unter folgendem Link: 

Zeitschrift

Viel Spaß beim lesen!

Jena, den 26.01.2018