“Right at the depth of the human condition, lies the longing for a presence, the silent desire for a communion. Let us never forget that this simple desire for God is already the beginning of faith.”

Frère Roger, Taizé

Wie an so vielen Orten der Welt finden auch in unserer Studentengemeinde Andachten nach Art der international ökumenischen Communauté de Taizé (Frankreich) statt. Insbesondere Jugendliche schätzen diese unaufdringliche, meditative Art des Gebets mit den typischen Taizé-Gesängen, die meist nur aus einem sich über wenige Takte erstreckenden Satz bestehen. In der ständigen Wiederholung festigen sich die gesungenen Worte und werden, mit eigenen Gedanken angereichert, zum persönlichen Gebet des Einzelnen. In die Psalmgesänge stimmen alle mit einem gemeinsamen "Alleluia"-Ruf ein, aber auch Klagen und Bitten haben ihren Platz und werden im von allen gesungenen "Kyrie eleison" vor Gott gebracht. Einige Minuten der Stille bieten Raum für nicht in Worte zu fassendes und machen uns frei für Gottes Wort.

Olivier Clément fasst das Besondere des Gebets nach Art von Taizé folgendermaßen zusammen:

"In Taizé wurde die Erfahrung, die Praxis der meditativen Wiederholung interessanterweise in der Liturgie, im gemeinsamen Gebet aufgegriffen, d. h. nicht so sehr im Hinblick auf den einzelnen, sondern im Hinblick auf die Gemeinschaft. Jugendliche, die fast nichts vom Geheimnis wissen, werden so zu ihm hingeführt, werden einen Weg gewiesen, wie sie beten können."

Während der Vorlesungszeit halten wir einmal pro Monat eine Taizé-Andacht; in der Regel an einem Donnerstag. Das Gebet selbst dauert ca. eine Stunde; im Anschluss daran gibt es  Möglichkeit zum Verweilen, Weiterbeten und -singen – oder unsere „gemütliche Runde“ mit Knabbereien & Getränken in unserer Sofaecke aufzusuchen.

Nacht der Lichter 2016 in der Stadtkirche