Das Publikum sitzt bereits auf seinen Plätzen. Die Luft hinter der Bühne scheint, nicht nur aufgrund der Hitze, zum zerschneiden. Dann erklingt die Einstimmungsmusik. Die ersten Sätze sitzen. Das Publikum lacht. Erleichterung macht sich hinter der Bühne breit. Wir lächeln uns an und zeigen Daumen-Hoch. In unseren Köpfen sehen wir das Bild auf der Bühne. Wir haben es oft genug geprobt, über viele Witze mehrfach gelacht. In dem Stück 'Bunbury', was wir Ende Juli aufführten, geht es um zwei englische Gentlemen: Algernon und Jack. Jack gibt sich, um unerkannt  in die Stadt fahren zu können, als Ernst aus, wobei er sich in Algernons Cousine Gwendolen verliebt. Diese ist von dem Gedanken besessen, einen Mann namens Ernst zu heiraten. Ihre Mutter, Lady Bracknell, hat dagegen andere Kriterien und exakte Vorstellungen. Algernon wiederum gibt sich auf dem Land als Ernst aus und verliebt sich in Jacks Mündel Cecily. Mit viel Ironie und bestechenden Dialogen ergießt sich das Verwirrungsspiel in dem auch Pfarrer und Gouvernante mitmischen. Im Eifer des Spiels merken wir kaum, wie der Schweiß uns durch die Mischung aus klassischer Kostüme und professioneller Beleuchtung herabrinnt. Das macht allerdings nichts. Denn wir können uns gut riechen. Die Montagsproben nach denen wir immer noch gemütlich zusammen saßen, die Probenwochenenden, manche Diskussion, Lachen, Euphorie und Lampenfieber haben uns als Gruppe zusammengeschweißt. Kein Wunder also, dass die Umzüge in den Monaten nach der Aufführung, besonders traurig machen. Jedoch -  wenn eine Sache endet, beginnt auch immer eine neue und wir blicken mit Vorfreude auf das nächste Semester!

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Wir freuen uns auf Dich!

 

Theo-Theater

studentische Theatergruppe für Studierende aller Fachrichtungen

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Ein Semester geht zu Ende. Was ist dir dieses Semester wichtig geworden? Vielleicht hast du neue Prioritäten gesetzt, vielleicht sind dir andere Dinge wichtig als noch vor einem Jahr. Welche Begegnung hat dich berührt, welche Menschen sind dir näher ans Herz gewachsen? Manchmal geht es sehr schnell, dass Menschen uns wichtig werden, wenn wir mit offenem Herzen durch das Leben gehen. Was hast du gelernt, welche Erinnerung möchtest du nicht mehr hergeben? Vielleicht gibt es auch Dinge, die du lieber hinter dir lassen möchtest, von denen du in den Ferien Abstand gewinnen willst.  Vielleicht hast du solche Fragen oder ähnliche im Kopf zum Semesterende. "Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist", lautet der Wochenspruch. Verlorengegangene Dinge und offene Fragen können zwar sehr anstrengend sein, sie helfen uns aber auch dabei, Veränderungen wahr zu nehmen, über uns selbst nachzudenken und uns weiterzuentwickeln. Wir wünschen dir die Kraft und die Ruhe dafür. Egal, ob du einfach nur froh bist, die Uni ersteinmal hinter dir lassen zu können oder ob du eher wehmütig auf die Zeit schaust, in der Jena leer und langweilig wirkt und in der du Freunde nicht sehen wirst: Wir wünschen dir inspirierende Semesterferien! Und wir möchten uns bei allen bedanken, die sich dieses Semester in der ESG engagiert haben und die ESG mit zu dem Ort gemacht haben, der sie ist. 

Habt einen wunderschönen Sommer und bleibt behütet!

Jena, den 08.07.2019